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Mittwoch, 15. Juli 2020

Höhere Technische Bundeslehranstalt Eisenstadt

NEWS

Abschlusslehrfahrt der 4AFMBM 2016/17

Montag

Ein Linienbus (Flixbus) brachte uns in rund vier Stunden vom Terminal Wien Erdberg zum Prager Hauptbahnhof, wo uns Frau Zuzana Balážová, unser Guide für die ganze Woche, in Empfang nahm und zum zentral gelegenen Hotel Adler brachte. Ein erster Orientierungsrundgang durch die Altstadt verschaffte uns wunderbare Impressionen. Von Frau Balážová wurden wir ausführlich mit Informationen zu Kultur und Geschichte der Stadt versorgt.

Dienstag

Der Vormittag stand im Zeichen der Begegnung mit der tschechischen Sprache. Míla, ein junger Sprachanimateur, machte uns im Goethe-Institut mit Besonderheiten seiner Muttersprache vertraut, zeigte auf, wie sich die gemeinsame Vergangenheit Tschechiens und Österreichs eben in der Sprache spiegelt, und brachte uns auf unterhaltsame Weise zum Sprechen und Agieren.

Am Nachmittag hatten wir einen Termin in der Pivovarská 9, Praha 5, Standort der Brauerei Staropramen. Die informative Führung per Audio-Guide wurde mit einer kleinen Verkostung, z.B. des Staropramen Světlý , Staropramen Ležák oder Staropramen Černý Ležák , abgerundet.

Die Brauerei wurde 1869 in Prag gegründet, wo eine moderne Brauanlage nach Plänen des Ingenieurs Gustav Noback errichtet wurde. Ab 1871 wurde Bier gebraut und vertrieben, 1911 wurde der Markenname „Staropramen“ (wörtlich: „alte Quelle“) registriert.  Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Betrieb beschlagnahmt und verstaatlicht, 1989 nach dem Zusammenbruch des Ostblocks mit ausländischem Investitionskapital zu einer Aktiengesellschaft umgewandelt. Bereits 1884 exportierte Staropramen bis in die USA, nach dem Zweiten Weltkrieg konnte das Exportgeschäft wegen fehlender Rohstoffe erst wieder zu Beginn der 1950er Jahre aufgenommen werden. Die Staropramen Exportgesellschaft ist heute der drittgrößte tschechische Bierexporteur, der seine Hauptmarke in 37 Ländern, hauptsächlich Amerika und die Europäische Union, verkauft. (https://de.wikipedia.org/wiki/Staropramen)

Der intensive Tag endete mit einem besonderen Kulturgenuss, dem Besuch des Schwarzlichttheaters Srnec im Savarin Palace. Tradition und Qualität zeichnen dieses erste Schwarzlichttheater der Welt, gegründet 1961 von Jíří Srnec, aus. Die szenischen Darstellungen regten Phantasie und Imagination an und zogen uns in ihren Bann.

Mittwoch

Nach einer einstündigen Busfahrt erreichten wir gegen zehn Uhr die 40.000 Einwohner-Stadt Mladá Boleslav/Jung-Bunzlau. Ziel und Höhepunkt unserer Reise: Škoda, die Automarke mit dem geflügelten Pfeil, der Stolz Tschechiens.

Das Škoda-Werk Mladá Boleslav ist das Stammwerk des tschechischen Automobilherstellers . Derzeit laufen in diesem Werk die Škoda-Modelle Škoda Fabia, Škoda Octavia und Škoda Rapid sowie im Auftrag der Seat Toledo vom Band. Darüber hinaus werden hier Dreizylindermotoren und Getriebe für den Volkswagen-Konzern entwickelt und gebaut. Eine Gießerei ermöglicht die selbständige Produktion von Fahrzeugkomponenten. Mit 19.560 Mitarbeitern im Jahr 2013 ist es das größte Werk dieses Automobilherstellers; es ist Hauptarbeitgeber in der Region. (https://de.wikipedia.org/wiki/%C5%A0koda-Werk_Mlad%C3%A1_Boleslav)

Eine hochprofessionelle Führung durch das imposante Firmengelände und im Speziellen durch die Pressteilfertigungshallen und der anschließende Besuch des Museums gewährten Einblicke in Geschichte und Bedeutung einer Weltmarke und beeindruckten uns tief.

Zurück in Prag zeigte uns Zuzana am Nachmittag das weitläufige Areal der Prager Burg, deren Anfänge bis ins 9. Jahrhundert zurückreichen, mit der Präsidentenresidenz, dem St.-Veit-Dom, den diversen Palais, dem Goldenen Gässchen. Eisern trotzten wir dem eisigen Wind, der von der Moldau heraufblies, um in den wenigen Stunden halbwegs einen Überblick über die gewaltige Anlage zu bekommen.

Donnerstag

Den Vormittag verbrachten wir im weitläufigen Technischen Nationalmuseum der Stadt, das jeder - nach einer kurzen Führung durch die Sonderausstellung  Städtebau im 14. Jahrhundert - individuell durchstreifte.

Am Nachmittag war Relaxen angesagt. In Čestlice, knapp außerhalb Prags, befindet sich die Aquapalace-Wasserwelt, ein Erlebnisbad mit allen Schikanen, das das Kind im Manne weckt.

Der letzte Abend in Prag wurde genützt, um den Prager Advent und die dazugehörige Gastronomie genauer unter die Lupe zu nehmen.

Freitag

Nach dem Aus-Checken aus dem Adler am späten Vormittag blieb noch reichlich Zeit, sich durch Stadt treiben zu lassen.

Kurz nach 14 Uhr ging es dann wieder Richtung Heimat. Der Flixbus brachte uns sicher an den Ausgangspunkt,  den Busterminal Wien Erdberg, wo die Abschlusslehrfahrt der 4AFMBM gegen 19:00 Uhr offiziell endete.

4AFMBM:

Daniel Bintinger, Fabian Erhardt, Wolfgang Günser, Christoph Horvath, Jakob Hülsemann, Andreas Karassowitsch, Dominik Knopf, Lukas Kusolitsch, Alexander Lackner, Daniel Malesics, Florian Millendorfer, Philipp Mixa, Daniel Peck, Andre Sandal, Stefan Schwarz, Thomas Supper, Patrick Tschank, Simon Walzer, Michael Wukovits

Begleitlehrer:

Robert Jagschich, Michael Knor

 

Reisen bereichert und bildet. Um sich ein Bild zu machen, braucht es Aufmerksamkeit und Bereitschaft, sich auf Fremdes einzulassen. Ich bedanke mich bei allen Schülern für ihr vorbildliches Verhalten.

Ein herzliches Dankeschön an meinen Kompagnon, Ing. Robert Jagschich, für Rat und Tat.

                                                                                                                                                             Verfasser: KV Mag. Dr. Michael Knor

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Kategorien: Fachschule für MASCHINENBAUAnzahl der Ansichten: 11768

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