Die HTBLA Eisenstadt und das Institut für Konstruktionswissenschaften und Produktentwicklung, insbesondere die Forschungsbereiche Maschinenelemente und Luftfahrtgetriebe sowie die Forschungsgruppe Luftfahrzeugsysteme der Technischen Universität Wien (TU Wien), haben eine enge Zusammenarbeit beschlossen.
Ziel dieser Kooperation ist es, die Schüler:innen der HTBLA Eisenstadt bereits während ihrer Ausbildung auf die spezifischen Herausforderungen eines Studiums mit luftfahrttechnischem Schwerpunkt vorzubereiten und ihnen einen praxisnahen Einstieg zu ermöglichen.
In gemeinsamen Projekten und Workshops erfahren sie, welche fachlichen und methodischen Kenntnisse für den erfolgreichen Abschluss eines Studiums erforderlich sind. Besonders wertvoll sind hierbei die geplanten gemeinsamen Laborübungen, die in Zusammenarbeit mit der TU Wien durchgeführt werden. Diese geben den Schüler:innen die Möglichkeit, theoretisches Wissen aus der Schule direkt in praxisnahen Projekten im Bereich der universitären Forschung und Lehre anzuwenden.
Die Kooperation beschränkt sich bewusst auf die HTBLA Eisenstadt, da diese mit der Abteilung Flugtechnik ein Alleinstellungsmerkmal bietet. Durch diese enge Zusammenarbeit entsteht eine Win-Win-Situation: Die TU Wien kann potenzielle Studierende frühzeitig für den Bereich Flugtechnik begeistern, während die HTL Schüler:innen eine gezielte Vorbereitung auf ein nachfolgendes Studium bzw. eine spätere Tätigkeit in der Forschung erhalten und wertvolle Erfahrungen sammeln können.
Die Kooperation steht für die kontinuierliche Förderung technischen Talents und soll langfristig dazu beitragen, den Übergang von der Schule an die Universität zu erleichtern.
Die Forschungsgruppe Luftfahrzeugsysteme unter der Leitung von Univ.-Prof. DI Dr.-Ing. Martin Berens befasst sich mit zukunftsweisenden Entwicklungen in der Luftfahrttechnik, um emissionsarme und effiziente Luftfahrtsysteme zu gestalten.
Im Mittelpunkt stehen die Entwicklung neuer Antriebssysteme, insbesondere elektrischer und wasserstoffbasierter Antriebe, sowie deren Integration in Flugzeugzellen. Ziel ist es zu zeigen, wie Innovationen zu einer leisen und idealerweise klimaneutralen Luftfahrt führen können.
Ass. Prof. DI Dr. techn. Helmut Mad ist am Institut für Konstruktionswissenschaften und Produktentwicklung tätig. Sein Tätigkeitsfeld umfasst sowohl die universitäre Lehre als auch die Forschung im Bereich Maschinenelemente und Luftfahrtgetriebe.
In seiner Forschung konzentriert er sich auf zukunftsorientierte Antriebssysteme für die Luftfahrt. Er ist federführend in mehreren internationalen Projekten involviert. Die Entwicklung und Erprobung erfolgen dabei an hochspezialisierten Getriebekomponentenprüfständen.
Alle Forschungsaktivitäten sind stark interdisziplinär ausgerichtet und werden durch eigene Labore für Maschinenelemente und Luftfahrtgetriebe sowie Luftfahrzeugsysteme ergänzt. In diesen werden reale Versuche und Tests durchgeführt, die häufig zur Validierung numerischer Simulationen dienen. Das Ziel besteht darin, innovative Lösungen von der Konzeptidee bis zur anwendungsreifen Technologie zu entwickeln und somit einen Beitrag zur nachhaltigen Luftfahrt zu leisten.