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Samstag, 24. Juli 2021

Jugend Innovativ 2014

Jugend Innovativ 2014

Sensationeller Erster Preis beim Bundesfinale von Jugend Innovativ für zwei Flugtechnik-Schüler der HTL Eisenstadt

 Am 28. Mai 2014 fand im Raiffeisen-Forum in Wien das Bundesfinale 2014 von Jugend Innovativ, einem österreichweiten Wettbewerb für junge Erfinder, statt.


In der Kategorie „Engineering“ wurden 286 Projekte eingereicht, darunter auch das Projekt „Power4Glider“ von den Flugtechnik-Schülern Julian Prikril und Mario Steiner. Beide Schüler besuchen den 4. Jahrgang der Abteilung Flugtechnik an der HTL Eisenstadt. Betreut wurden die Schüler von Dipl.Ing. Gerhard Probst, selbst Flugtechnik-Absolvent der HTL Eisenstadt und der Technischen Universität München (Luft- und Raumfahrt).

Beim Bundesfinale von Jugend Innovativ konnten Prikril und Steiner die Jury von ihrem Projekt überzeugen und haben damit sensationell

den ersten Platz in der Kategorie „Engineering – Maschinenbau und Mechatronik“

erreicht.

 Kurzvorstellung des Projekts „Power4Glider“:

Im Cockpit eines modernen Leistungs-Segelflugzeuges kommen immer mehr elektrische Instrumente und Hilfsmittel zum Einsatz. Aber genau diese Segelflugzeuge sind sehr lange in Höhen unterwegs, in denen Temperaturen von bis zu -30°C herrschen, und das lässt die Leistung der mitgeführten Akkus rapide sinken. Deshalb sehen sich viele Segelflieger dazu gezwungen, während des Fluges Geräte auszuschalten, die für die Sicherheit (z.B. Funkgerät, Kollisionswarnung, etc.) essentiell sind. Die beiden Flugtechnik-Schüler der 4AHFT, Julian Prikril und Mario Steiner, haben nun ein Power-Managementsystem entwickelt, mit welchem einem Stromausfall im Flugzeug vorgebeugt werden soll. Es misst den aktuellen Stromverbrauch sowie den Ladezustand des Akkus und stellt Prognosen auf, nach denen sich der Pilot richten kann. Unterstützt wird das System von einer Mini-Windturbine (Ram-Air-Turbine), die ebenfalls von den beiden Schülern entwickelt wurde. Diese kann im Bedarfsfall vom Piloten während des Fluges an ein kleines Fenster gesteckt werden, um im Flug die Akkus aufzuladen und somit die Funktion der Instrumente und die Sicherheit im Segelflugzeug zu gewährleisten.

 Die beiden Gewinner von Jugend Innovativ erhielten einen beachtlichen Geldpreis sowie eine Einladung zum „26th European Union Contest for young Scientists“, welches vom 19. bis 24. Sept. 2014 in Warschau, Polen, stattgefunden hat.

Die HTL Eisenstadt gratuliert den Herren Prikril und Steiner zu dieser ausgezeichneten Arbeit.


Erster Platz bei Luftfahrtpreis 2014


Im Schuljahr 2013/14 haben die Schüler PUSZTAI Daniel und WEINGARTSHOFER Lukas (beide waren in der 5AHMIG) eine Diplomarbeit über die Entwicklung eines 8-Bit Hawk gemacht. Herr Pusztai hat seinen Arbeitsanteil beim Luftfahrtpreis 2014 der FH Joanneum eingereicht und damit den ERSTEN PREIS erreicht.

Kurzvorstellung des 8-Bit Hawk:

Der 8-Bit Hawk ist ein System, mit dessen Hilfe verschiedene Aspekte eines Flugcomputers praktisch erforscht werden können.

Für diese Aufgabe stellt der 8-Bit Hawk eine solide Plattform dar, um diverse  Funktionen eines Flugcomputers testen zu können.

Im mittleren Bild sind die verschiedenen Teilsysteme des 8-Bit Hawks zu sehen, von denen alle selbst entwickelt, gebaut und getestet wurden:

Das Erprobungsflugzeug stellt ausreichende Nutzlastkapazitäten für den Flugcomputer bereit, sowie diverse Redundanzmaßnahmen zur gefahrlosen Erprobung neuer Algorithmen (z.B.: Flugregler).

Der Flugcomputer selbst besteht aus mehreren 8-Bit Mikrocontrollern, welche über einen gemeinsamen Bus verbunden sind. Durch diesen Aufbau können die verschiedenen Aufgaben des Flugcomputers auf mehrere Controller aufgeteilt und parallel verarbeitet werden. Das Bussystem wurde von Anfang an so ausgelegt, dass es jederzeit mit neuen Controllern einfach erweitert werden kann.

Ein autonom arbeitender Datalink stellt diverse Datenkanäle für beide Übertragungsrichtungen zur Verfügung, welche vom Benutzer frei genutzt werden können.

Die Ground Station wird einfach über USB mit einem Computer verbunden und stellt

die Kommunikation mit dem Flugcomputer über Funk bereit. Aus Gründen der Zuverlässigkeit und Geschwindigkeit arbeitet die Ground Station autonom.

Ein weiterer Bestandteil des 8-Bit Hawks ist die eigens angefertigte Computersoftware. Über das Programm "Ground-Terminal" können alle Systeme während des Fluges überwacht werden und verschiedene navigationsrelevante Daten in Echtzeit angezeigt werden. Das Ground-Terminal ist in der dritten Abbildung dargestellt.

Um die Entwicklungsarbeiten neuer Komponenten zu erleichtern besitzt der Flugcomputer ein On-Board Data-Logging, über das alle Flugdaten auf einer handelsüblichen SD-Karte aufgezeichnet werden. Diese Daten können nach dem Flug mit einer eigens geschriebenen Software, dem "Flight-Data-Viewer", ausgelesen, archiviert, visualisiert und ausgedruckt werden.

All diese Systeme werden im ebenfalls eigens erstellten Logo des 8-Bit Hawks (siehe erstes Bild) durch den mechanischen Falken und den IC symbolisiert.

   

Diese Diplomarbeit wurde von Prof. Dipl.Ing. Gerhard PROBST betreut.

Die Preisverleihung fand am 19. Nov. 2014 in der Fachhochschule Joanneum durch FH-Prof. Dr. Holger FLÜHR statt.

Die HTL Eisenstadt gratuliert zu dieser ausgezeichneten Leistung.


 

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